Die Informations- und Diskussionsplattform zur neuen JVA in Rottweil am Esch


Liebe Bürgerinnen und Bürger,

das Land Baden-Württemberg hat sich für das Gewann „Esch“ bei Rottweil als Standort für den Neubau einer Justizvollzugsanstalt (JVA) entschieden. Am 20. September haben Rottweils Bürger bei einem Bürgerentscheid über die Frage “Soll auf dem Rottweiler Standort Esch bei der Neckarburg eine Justizvollzugsanstalt (JVA) errichtet werden?” abgestimmt und sich mit 58,4 Prozent der abgegebenen Stimmen für den Neubau auf dem „Esch“ ausgesprochen.

Ralf Broß, Oberbürgermeister
Ralf Broß, Oberbürgermeister

Der Neubau im „Esch“ mit 400 Haftplätzen wird Rottweil bis zu 200 krisenfeste Arbeitsplätze garantieren, den Gerichts- und Polizeistandort Rottweil für die kommenden Jahrzehnte sichern und zudem rund 300.000 Euro Mehreinnahmen für die Stadtkasse jährlich bedeuten – Geld, das wir beispielsweise zur Finanzierung von Schulen und Kindergärten oder zur Sanierung unserer Straßen gut gebrauchen könnten.

Der Standort Esch befindet sich in der Nähe zu einem Natur- und einem Landschaftsschutzgebiet. Wie die Landesregierung betont, handelt es sich beim „Esch“ selbst jedoch um intensiv genutzte Ackerflächen von geringer naturschutzfachlicher Wertigkeit. Mit der Verlegung des Neckartalradwegs und weiteren Maßnahmen werden wir dafür sorgen, dass das Naherholungsgebiet zwischen Neckarburg und Testturm als „Grüne Lunge“ für unsere Stadt und die Nachbargemeinden erhalten bleibt und sogar weiter an Attraktivität gewinnt.

Die Planungen für die neue JVA wollen wir in enger Projektpartnerschaft mit dem Land vorantreiben und dabei wie bisher auch eine breite Beteiligung und Information der Bürgerschaft sicherstellen. Wir wollen Sie mit dieser Internetseite weiterihn über das Gesamtprojekt „JVA-Neubau plus Ausbau Naherholungsgebiet Neckartal“ informieren und mit Ihnen ins Gespräch kommen. Wir freuen uns über eine rege Beteiligung und beantworten gerne Ihre Fragen!

7 Kommentare to Grusswort

  1. Guten Tag Herr Bürgermeister Guhl!
    Sie haben in Irslingen folgende Aussage gemacht:Ich weis nicht,was die Tiersteiner haben,die können das Esch ja überhaupt nicht sehen,es sei denn,man würde alle Tannen fällen, die da stehen.
    Herr Guhl,entweder Sie reden von einem anderen Tierstein,oder Sie kennen den Unterschied zwischen Nadel-und Labbaum nicht.Sonst hätten Sie sehen müssen,dass da nur Laubbäume stehen.Und diese verlieren im herbst leider ihre Blätter,dann sehen wir das Esch recht gut.
    Auch sind wir so nah dran,dass wir uns schon über das Tal hinweg,mit Leuten unterhalten haben.Und dies ganz ohne Funk oder Lautsprecher.
    Solche Aussagen kann ich einfach nicht akzeptieren.
    Kurt Schmid

  2. Wenn es schon um Geld geht, dann wären Investitionen im Bereich Tourismus doch für die älteste Stadt von Baden-Württemberg wesentlich passender, als diese mit immer weiteren „modernen“ Projekten unaktraktiver für Besucher zu machen.
    Ob es die moderne Innenstadtgestaltung, der Thyssen Krupp Turm oder nun eine neue JVA ist – das entscheidet letzlich die Gier des Geldes.
    Abgesehen davon verliert Rottweil an Attraktivität für den Zuzug von neunen Familien, die Ängste derer sind latent stets gegeben – da nützt auch Schönrederei nichts.
    Doch dass die Zerstörung der Natur zugunsten wirtschaftlicher Interessen stets legitimiert wird ist eine Krankheit der Gier, denn ein Akt samaritischer Nächstenliebe laut vorgetragener Familienzusammenführung.
    Ich begrüße eine mögliche Zerstörung des Landschaftbildes und des Lebensraumes der dort heimischen Tiere auf keinen Fall !
    Das Argument der Resozialisierung wird immer gerne vorgekramt – doch mal ehrlich: Wievielen ehemaligen Insassen bietet unsere Gesellschaft denn wirklich eine Chance diese zu erreichen?
    Bevor ich vor einigen Jahren in den Kreis Rottweil zog, war die Stadt Rottweil für mich noch ein mit historischen Bild geprägter Ort. Leider wird er wohl, mit allerlei Modernisierungen aus rein wirtschaftlichen Interessen, zunehmend an Attraktivität verlieren.

  3. Demokratie sieht anders aus ! Eigentlich müßte es doch Demokratur heißen ! Wie kann es sein,dass ein paar wenige von ehemals mündigen Bürgern gewählte Entscheidungsträger sich anmaßen, zu Behaupten ,das Esch sei jetzt der einzig und alleinig beste Standort für eine JVA ?? Was lässt Sie zu diesem absolut unbegreiflichen Entschluss kommen ? ….richtig,das liebe Geld das da lockt…wem auch immer ! Geld und Macht…. es geht immer nur darum ! Und wer behauptet dem sei nicht so , der hat was nicht verstanden ! Beispiele dazu bekommen wir tagtäglich durch die Medien geliefert ! Eine weitere Frechheit ist die Aussage, „Ein Bürgerentscheid ist in der kurzen Zeit nicht mehr hinzubekommen…. !“ …na klar geht das nicht mehr..logo oder ? (obwohl das Land da ja keine Zeitvorgabe gemacht hat) . Das Ergebnis wäre für die JA JVA ler dann wohl doch sehr ernüchternd !! Also dann…“weg damit…wir können und dürfen das ja so machen“ ! Mit dem Coup sind auf einen Streich alle Stimmberechtigten Bürger entmündigt ! Jetzt fragt man sich wie man so etwas denn nennt ?….Demokratie ?…ehr weniger….Demokratur heißt das neue Zauberwort !
    Wie heißt es doch in einer alten Indianer Weisheit: “ Erst wenn das letzte Land verseucht,der letzte Fluss vergiftet und der letzte Baum gerodet , werdet IHR merken , daß man Geld nicht essen kann…..“

    • Hallo Herr Spreter!
      Glauben Sie ja nicht,dass der Justitzstandort gesichert ist,wenn die JVA mal in Rottweil ist.
      Wenn eine Regierung auf Stimmenfang ist,kann so ein Landgericht ganz Schnell mal in eine strukturschwache Gegend kommen,wo es auch Wähler gibt.
      Ein Gerichtsstand hat ja bekanntlich nicht zwangsläufig was mit einer JVA zu tun.

  4. Guten Tag, ich bin in Rottweil geboren und hier aufgewachsen und sehr enttäuscht wie sich die Behörde und der Gemeinderat das Recht herausnehmen können für die Bürger die richtige Entscheidung treffen zu können. Die Rottweiler Bürger sind alle intelegent genug die richtige Entscheidung treffen zu können. Sie denken an die Kindergärten und Schulen- denken sie auch an die Kinder in der Freizeit. Diese wollen in das Naherholungsgebiet gelangen ohne Angst auf den Weg hin und zurück zur Neckarburg. Diese alte Stadt wird zerstört. Fördern sie doch lieber die einheimische Industrie und nicht das abwandern.
    Mit freundlichem Gruß Simone Müller

    • Hallo Simone!

      Ich bin ebenfalls gebürtig aus Rottweil und sehe dies genauso. Warum hat unsere Obrigkeit so viel Angst vor der Meinung – nicht nur der Rottweiler sondern auch der Anrainer, Villingendorf und Dietingen? Wahrscheinlich ist das schon gemachte Sache – vielleicht wartet man auch nur ab bis wir Bürger müde werden uns zu wehren. Ich kann nicht verstehen, weshalb hier diese schöne Landschaft kaputt gemacht werden soll, wenn es wirklich gute Alternativen gibt. Schön, wenn man dann vom Turm aus die hübsche Landschaft bewundern kann

Hinterlassen Sie einen Kommentar


*

Bitte berücksichtigen Sie beim Kommentieren unsere Regeln für einen passenden Umgangston auf dieser Plattform. 

Stadt Rottweil

Die älteste Stadt Baden-Württembergs mit Blick in die Zukunft


Stadt Rottweil 
Postfach 1753 
78617 Rottweil

Telefon: 0741 494-0
Fax: 0741 494-355
E-Mail: stadt@rottweil.de

Technische Umsetzung: Spreadmind GmbH